Eure Kürzungen könnt ihr euch sparen!
Der Sparwahnsinn von Landeshauptmann Stelzer könnte auch die berufliche Heimat von rd 300 behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von FAB Pro.Work (ehem. Geschützte Werkstätten) zerstören – eine Schließung dieser Werkstätten steht im Raum!
Fr. Mag. Silvia Kunz, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung (FAB) stellt deshalb klar: Weniger geht nicht!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
was wir befürchtet haben ist nun eingetreten. Die OÖ Landesregierung fühlt sich nicht mehr an die Vereinbarungen gebunden, die ihre Mitlieder 2015 unterschrieben haben und gefährdet mit völlig überzogenen Sparplänen die Zielsetzungen des Chancengleichheitsgesetzes.
Wir haben 2015 einem Sparpaket zugestimmt, das bis 2020 Einsparungen von rund 25 Millionen Euro beim Sozialbudget des Landes ermöglicht hätte. Das 2016 von der OÖ Landesregierung gestartete Projekt „Sozialressort 2021+“ hat nun Maßnahmen entwickelt, die bereits 2018 umgesetzt werden sollen und die neben dem Bruch der Vereinbarungen auch massive Verschlechterungen für die Menschen mit Beeinträchtigungen und eine Gefährdung für die Trägerorganisationen mit sich bringen würden.
Die Entwicklung der Maßnahmen wurde ohne die ausreichende Einbindung und Information der ExpertInnen aus den Trägerorganisationen sowie ohne entsprechende Bewertung und Evaluierung der Projektergebnisse vollzogen. Das Maßnahmenpaket des Landes hätte eine Reduktion oder zumindest einen Qualitätsverlust bei den Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen zur Folge. Außerdem sind Personalabbau und Schließungen von Standorten im Gefolge dieses Sparpakets nicht auszuschließen, sondern eher sehr wahrscheinlich. Bei uns wäre FAB Pro.Work vom Sparpaket in seiner Existenz bedroht.
Wir stellen uns im FAB gegen diese Vorgangsweise und gegen den Abbau von Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen!
Und wir sehen uns da nicht alleine! Alle relevanten Interessensvertretungen, alle Trägerorganisationen im Sozialbereich und mit ihnen natürlich auch die OÖ Sozialplattform stehen ebenso wie die Gewerkschaft auf unserer Seite.
Ich bitte euch im Interesse der Menschen mit Beeinträchtigungen, der Beschäftigten im Sozialbereich und im Interesse des Landes Oberösterreich in allen Bereichen, in denen ihr die Möglichkeit habt, gegen die unsozialen Sparvorhaben der OÖ Landesregierung aktiv zu werden.
Eine Möglichkeit dazu bietet unter anderem Facebook unter dem Link https://www.facebook.com/Weniger-geht-nicht-129090531118210/.
Weitere Informationen dazu findet ihr auch auf der Website https:/www.wenigergehtnicht.at/.
Mit der Bitte um eure solidarische Unterstützung!
Silvia Kunz
FAB Geschäftsführerin